Blumen statt Bitumen

Der „Kleine Friedberger Platz“ liegt stadtauswärts vom eigentlichen Friedberger Platz, bei dem freitags seit dem Jahr 2000 ein Wochenmarkt stattfindet. Der „Kleine Friedberger Platz“ bildet ein spitzes Dreieck zwischen Friedberger Landstraße,  Spohr- und Neuhofstraße.

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Auf ihm befinden sich ein ovaler roter Kiosk und ein weißer „Pommeswagen“. Östlich der Straßenbahnlinie zieht sich ein 250 Quadratmeter großer Streifen hin, der vormals als Haltestelleninsel diente. Jahrzehntelang war dieser Streifen mit Platten und Bitumen zubetoniert.

Kleiner Friedberger Platz urspruenglich

Mit der Aktion „Blumen statt Bitumen“ will KuNo erreichen, dass dort ein bunt blühendes Beet entsteht. Insbesondere die Nachbarschaft wurde mit einem Flugblatt aufgerufen, bei der Aktion mitzumachen.

Wir ließen diese Fläche im Februar 2009 von der Stadt entsiegeln klfriedplatz_entsiegelung1und pflanzten zunächst über 1000 Steifmütterchen

stiefmutterchen

darauf. Zunächst war uns jedes weitere Grün willkommen und so verwandelte sich das bunte Beet im Mai vornehmlich zu einem gelben Rapsfeld. Mit weiteren Pflanzaktionen setzten wir zusätzliche Farbtupfer auf den Platz. Jedoch unterschätzen wir die Produktivität der Melde, einer Pflanze, die von vielen als Unkraut angesehen wird. Sie verwandelte den größten Teil des Beetes in einen zwei Meter hohen „Stadturwald“. Nur ganz robuste Pflanzen konnten sich durchsetzen. So auch etlichen Sonnenblumen, die wir als Samen im Frühjahr 2009 gesetzt hatten.

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Noch vor der Samenreife entfernten wir die Melde und begannen den Streifen u.a. mit Herbstblumen und Frühlingsblüherknollen (Tulpen, Schneeglöckchen, Narzissen etc.)  zu bestücken.

Mit Beginn des neuen Jahres markierten wir wieder in einer Aktion die Querungen mit Stöcken und mit der „Erika“,  so dass die Leute nicht über die keimenden Bodengewächse latschen. Allmählich mit den von uns gesetzten Pflanzen und den von der Natur ergänzten Spantanpflanzungen entsprach das Beet immer mehr unseren Vorstellungen einer gepflegten Wildnis. Mittlerweile haben sich dort über 200 verschiedene Gräser, Blumen und Sträucher angesiedelt. Wir müssen aber ständig dafür sorgen, dass bestimmte dominierende Pflanzen nicht die Überhand gewinnen. Zum Beispiel entfernen wir ständig das schön blühende „Springkraut“ oder die „Kanadische Goldrute“, da diese Pflanzen über einen längeren Zeitraum alle anderen verdrängen würden. Auch sorgen wir ständig dafür, dass Papier u. anderer Unrat sich nicht im Blumenbeet breit machen.



Schauen Sie selbst!

Auch Sie können unsere Aktion unterstützen:
Sie nehmen Kontakt zu uns auf und helfen bei unseren Aktionen (oder zwischendurch) mit.  (T: 59 58 58, oder mail: joerg@harraschain.de)
Sie spenden Geld, damit wir weitere Blumen, Knollen oder andere Materialien kaufen können. Zum Beispiel würden wir gerne eine wetterfeste Informationstafel installieren, die Auskunft den vorbeifahrenden Autofahrern gibt, dass das Beet nicht von der Stadt, sondern von KuNoEs gibt nur „Unmenschen“ aber keine „Unkräuter“! betreut wird und dass viele der sogenannten Unkräuter schön aussehen und durchaus gewollt sind. Wir möchten, dass die Natur auch in der Stadt zu ihrem Recht kommt.

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